Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie
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Erkenntnis durch Interaktion: Zur Entwicklung von Person-, Objekt- und Selbstwissen

Zusammenfassung: Ein wesentlicher Bestandteil sozialer Interaktion ist die Fähigkeit zum flexiblen Wechsel zwischen unterschiedlichen Perspektiven. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit wurden die Voraussetzungen, die Entwicklung und die Störungen dieser grundlegenden sozialen Fähigkeiten theoretisch und empirisch genauer erforscht. Die Beweglichkeit der Perspektive, grundlegend für kulturelles Lernen, ist bei Personen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) eingeschränkt. Neue Erkenntnisse über die bis ins Erwachsenenalter persistierenden Defizite in der Antizipation des Handelns anderer, wie auch im Einnehmen einer reflexiven Perspektive auf das Selbst, wurden in einer ersten Projektphase gewonnen. In Fortführung dieser Arbeiten wurden die Konsequenzen der beeinträchtigten Perspektivenrepräsentation bei Autismus für das Lernen mittels pädagogischer und kommunikativer Gesten untersucht. In Verhaltensstudien, sowie Eye-Tracking- und EEG-Untersuchungen wurde die Verarbeitung sozialer Information und deren Einfluss auf den Erwerb von Objektwissen sowie Spracherwerb bei Probanden mit ASD untersucht.

Projektleitung: Prof. Dr. Beate Sodian

Projektmitarbeiter: Iyad Aldaqre (M.Sc.), Dr. Tobias Schuwerk (Dipl.-Psych.)

 


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