Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie
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Der Wiederholungseffekt bei Kindern

Projekttitel  Der Wiederholungseffekt bei Kindern
Förderung Exzellenz Initiative: Nachwuchsförderfonds
Projektleitung Dr. Susanne Kristen-Antonow

Zusammenfassung: Die Kommunikation innerhalb der sozialen Gruppe kann sich als überlebenswichtig erweisen, sie birgt jedoch auch Risiken. Eine vertraute, da wiederholt geäußerte Meinung wird als valide wahrgenommen, auch wenn diese die Meinung einer einzelnen Person widerspiegelt. Dieser Wiederholungseffekt tritt auch dann auf, wenn eine bewusste Reflexion darüber stattfindet, aus wie vielen Informationsquellen eine Meinung stammt. Möglicherweise erklärt sich dieser Effekt dadurch dass die Wiederholung einer Meinung eine hohe subjektive Sicherheit des Sprechers andeutet. Das Experiment an 5- und 9-jährigen Kindern hat zum Ziel diese Erklärung differenzierter zu betrachten und damit eine wichtige Forschungslücke zu schließen. So wurde der Familiaritätseffekt bisher ausschließlich an Erwachsenen untersucht. Schließlich werden Aussagen im gewöhnlichen Sprachgebrauch meistens durch ein epistemisches Verb verstärkt (z.B. „Ich denke Deutschland sollte Ganztagsschulen einführen“ statt „Deutschland sollte Ganztagsschulen einführen“). Es erscheint daher alltagsrelevant zu untersuchen, inwiefern sich dieser Effekt durch zusätzliche lexikalische Information beeinflussen lässt.

Summary: Communication within a group can prove as crucial for survival, but it can also be misleading. A repeated opinion is regarded as valid, even if it reflects the opinion of just one person. This familiarity effect occurs even when perceivers are consciously aware of how many people gave their opinion. This effect might be explained by the fact that an opinion, if it is repeated, marks high speaker certainty and thus appears to be prevalent. The study in 5- to 9-year-old children aimed at further examining the familiarity effect and to address some gaps in the literature. To date, the familiarity effect has solely been studied in adults. Finally, during everyday talk, statements are often accompanied by lexical markers such as “think”. Thus it seems relevant to assess if the familiarity effect is modulated by additional lexical information.


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