Sozialpsychologie
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Wissenschaftskommunikation und motivierte Wissenschaftsrezeption

Wissenschaft ist dazu da, Fragen zu formulieren und Antworten auf diese Fragen zu finden. Insbesondere sozialwissenschaftliche Disziplinen formulieren und beforschen Fragen, die für das Verständnis und die Lösung gesellschaftlicher Probleme und Konflikte relevant sind. Wir untersuchen in unseren Arbeiten, wie wissenschaftliche Laien sozialwissenschaftliche Forschung wahrnehmen, welche Einstellungen sie gegenüber dieser Forschung haben, und wie individuelle und soziale Motive (wie etwa das Motiv, zentrale Werte bekräftigt zu wissen oder das Motiv, eine positive soziale Identität zu bewahren) die Bewertung von Forschungsprogrammen und -befunden sowie den Umgang mit solchen Befunden (etwa in Diskussionsforen im Internet) beeinflussen können. Ein Kontext, in dem wir diese Fragen untersuchen, ist die öffentliche Wahrnehmung der Forschung zum Einfluss gewalthaltiger Computerspiele. Wir konnten beispielsweise zeigen, dass „Gamer“ diese Qualität dieser Forschung umso eher in Frage stellten und umso eher versuchten, diese Forschung als Versuchspersonen zu boykottieren, je stärker sie sich mit der Gruppe der „Gamer“ identifizierten. Diese Erkenntnisse haben auch Implikationen für die Frage, wie Wissenschaftler ihre Befunde an die Öffentlichkeit kommunizieren und wie sich – beispielsweise in den Medien – über ihre eigenen Forschung äußern sollten.


Relevante Publikationen (Auswahl):


Bender, J., Rothmund, T., Nauroth, P., & Gollwitzer, M. (in press). How moral threat shapes laypersons’ engagement with science. Personality and Social Psychology Bulletin.

Nauroth, P., Gollwitzer, M., Kozuchowski, H., Bender, J., & Rothmund, T. (in press). The effects of social identity threat and social identity affirmation on laypersons’ perception of scientists. Public Understanding of Science.

Rothmund, T., Gollwitzer, M., Nauroth, P. & Bender, J. (in Druck). Motivierte Wissenschaftsrezeption. Psychologische Rundschau.

Nauroth, P., Gollwitzer, M., Bender, J., & Rothmund, T. (2015). Social identity threat motivates science-discrediting online comments. PLoS ONE, 10(2): e0117476.

Rothmund, T., Bender, J., Nauroth, P. & Gollwitzer, M. (2015). Public concerns about violent video games are moral concerns - How moral threat can make pacifists susceptible to scientific and political claims against violent video games. European Journal of Social Psychology, 45, 769-783.

Gollwitzer, M., Rothmund, T., Klimmt, C., Nauroth, P., & Bender, J. (2014). Gründe und Konsequenzen einer verzerrten Darstellung und Wahrnehmung sozialwissenschaftlicher Forschungsbefunde: Das Beispiel der „Killerspiele-Debatte“. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 17, 101-117.

Nauroth, P., Gollwitzer, M., Bender, J., & Rothmund, T. (2014). Gamers against science: The case of the violent video games debate. European Journal of Social Psychology, 44, 104-116.


Nauroth, P., Bender, J., Rothmund, T., & Gollwitzer, M. (2014). Die „Killerspiele“-Diskussion: Wie die Forschung zur Wirkung gewalthaltiger Bildschirmspiele in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. In T. Porsch& S. Pieschl (Hrsg.), Neue Medien und deren Schatten (S. 81-100). Göttingen, Germany: Hogrefe.

Bender, J., Rothmund, T., & Gollwitzer, M. (2013). Biased estimation of violent video game effects on aggression: Contributing factors and boundary conditions. Societies, 3, 383-398.

Sjöström, A., Sowka, A., Gollwitzer, M., Klimmt, C., & Rothmund, T. (2013). Exploring audience judgments of social science in media discourse: The case of the violent video games debate. Journal of Media Psychology, 25, 27-38.


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