Wirtschafts- und Organisationspsychologie
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LFP Beziehungsregulation in der Führungskraft-Mitarbeiter-Interaktion: Die Passung zwischen erwarteten und wahrgenommenen relationalen Modellen als Schlüssel zum Erfolg

Semester: SoSe 2014 & WiSe 2014/2015

Dozenten: Prof. Dr. Felix Brodbeck & Dr. Katharina Kugler

Kurzbeschreibung

Fragestellung

Die Theorie der relationalen Modelle (Fiske, 1992) postuliert, dass Menschen vier grundlegende relationale Modelle (RMs) zur Beziehungsregulation nutzen; so auch in der Mitarbeiter-Führungskraft-Interaktion. Es wird untersucht, ob eine Passung zwischen den Erwartungen der Mitarbeiter (d.h. Ideal) und der von Mitarbeitern wahrgenommenen Realität (d.h. Real) hinsichtlich der RMs positiv mit der wahrgenommenen Beziehungsqualität und der Arbeitszufriedenheit zusammenhängt.

Untersuchungsdesign

Mithilfe eines Online-Fragebogens wurden die Einschätzungen von 261 Arbeitnehmer/innen zu folgenden Themen abgefragt: Ideal (i.S.v. erwartete Merkmale) versus Real (i.S.v. wahrgenommene Merkmale) der von ihrer Führungskraft gezeigten RMs, wahrgenommene Beziehungsqualität sowie Indikatoren der Arbeitszufriedenheit.

Ergebnisse

Die Passung von Ideal versus Real hinsichtlich der RMs hängt positiv mit der wahrgenommenen Beziehungsqualität bzw. der Arbeitszufriedenheit zusammen. Genauer gesagt zeigt sich eine Mediation von Passung vermittelt über die wahrgenommene Beziehungsqualität zu Arbeitszufriedenheit.

Limitationen

Limitationen sind durch das Querschnittsdesign sowie das Fehlen der Selbsteinschätzung durch die Führungskraft hinsichtlich der RMs gegeben.

Theoretische/Praktische Implikationen

Die Studie zeigt, dass basierend auf der Theorie der relationalen Modelle bedeutungsvolle Vorhersagen im Führungskontext gemacht werden können. Die Ergebnisse legen nahe, dass neben einem bestimmten Führungsstil auch die Erwartungen der Mitarbeiter an die Beziehung zur Führungskraft eine wichtige Rolle für Arbeitszufriedenheit spielen.

Relevanz/Beitrag

Die Ergebnisse eröffnen diverse Ansatzpunkte für zukünftige Forschung und zur Verbesserung der Beziehungsqualität und der Arbeitszufriedenheit.

Referenz

Fiske, A. P. (1992). The four elementary forms of sociality: framework for a unified theory of social relations. Psychological Review, 99, 689-723.

Veröffentlichung

Dorothee C. Reuting, Anja I. Kluge, Philipp J. Mehl, Ann-Katrin Juenemann, Ricarda Luebke, Katharina G. Kugler & Felix C. Brodbeck (2015). Beziehungsregulation in der Führungskraft-Mitarbeiter-Interaktion: Die Passung zwischen erwarteten und wahrgenommenen relationalen Modellen als Schlüssel zum Erfolg. Präsentiert auf der Tagung der Fachgruppe für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie. Mainz, Deutschland.

 


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