
Das von der DFG geförderte Projekt “Förderung von Lehrerexpertise: Zum Zusammenhang von individuellen Voraussetzungen und instruktionalen Prozessen in computerunterstützten fallbasierten Lernumgebungen“ wurde von Prof. Dr. Josef Schrader und Dr. Stefanie Hartz vom Institut für Erziehungswissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Frank Fischer beantragt. Fremdsprachenlehrer benötigen analytisch-diagnostische Kompetenz zur Förderung des Fremdsprachenerwerbs bei Lernenden. Das Projekt beschäftigt sich mit der Deutungskompetenz von Lehrenden unter Berücksichtigung instruktionaler Bedingungen und unterschiedlicher Lernvoraussetzungen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie der Erwerb von Deutungskompetenz bei Lehrenden mit Hilfe von computerunterstützten, fallbasierten Lernumgebungen gefördert werden kann. In einer quasi-experimentellen Studie wird erforscht, wie fallbasiertes Lernen mit Hilfe digitaler Medien unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lernvoraussetzungen und verschiedener Formen der instruktionalen Unterstützung optimiert und der Aufbau von Deutungskompetenz unterstützt werden kann.
Dieses Projekt ist Teil der DFG-Forschergruppe "Orchestrating Computer-Supported Processes of Learning and Instruction"
In diesem Projekt sollen universitäre fallbasierte Fortbildungsreihen für Allgemeinmedizin und Innere Medizin der LMU und der Charité in Berlin online für Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere soll auch Ärztinnen und Ärzten aus weiter von den beiden Universitäten entfernten Gebieten der Zugang zu diesen Veranstaltungen erleichtert und der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie Expertinnen und Experten ermöglicht werden. Zentrales Element der didaktischen Aufbereitung der Fortbildungsreihen bildet dabei die mit Kooperationsskripts unterstützte kooperative Arbeit an Fällen. Darüber hinaus ist die Einrichtung einer Plattform zur Bildung einer Community für praktische Ärztinnen und Ärzte aus der Allgemeinmedizin und Innere Medizin vorgesehen. Diese Community soll ihnen eine neuartige Möglichkeit zur gegenseitigen Konsultation geben.
Fragestellungen des Projektes sind zum einen, inwiefern sich das Lernen mit Fällen durch Kooperationsskripts in der medizinischen Weiterbildung fördern lässt. Zum anderen soll untersucht werden, wie die Bildung einer Community für die spezifische Zielgruppe niedergelassener Ärztinnen und Ärzte gefördert werden kann.
Das Projekt wird von der Klaus Tschira Stiftung gefördert und von der Medizindidaktik der LMU (Koordination), dem Kompetenzbereich eLearning der Charité Berlin, der Ärztekammer Berlin, der Firma INSTRUKT sowie dem Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU gemeinsam durchgeführt.

Ein Generationswechsel im Schulwesen steht bevor. Viele junge Lehrer erleben die Schule als harte Bewährungsprobe, sind nicht mit dem notwendigen praktischen Wissen ausgestattet. Erfahrene Lehrer hingegen fühlen sich von notwendigen Reformen unter Druck gesetzt. Dabei könnten junge und erfahrene Lehrer voneinander profitieren. Um eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Hochschulabsolventen und erfahrenen Lehrkräften ins Leben zu rufen, fördert das Lifelong Learning Programm der Europäischen Union das Projekt “2AgePro - Generationswechsel an den Schulen“.
2AgePro soll innovative Kooperationsszenarien entwickeln und testen, in denen der Wissensaustausch zwischen jungen und erfahrenen Lehrern auf Augenhöhe ermöglicht wird. Angestrebt wird die an der Universität gewonnenen Erkenntnisse der jungen Lehrer mit dem reichen Erfahrungswissen versierter Lehrer zu verbinden. In dem Projekt werden Kooperationsszenarien, z.B. Mentoring-Programme und Projekt-Tandems, entwickelt und getestet.
Forscher aus 5 Universitäten entwickeln gemeinsam neue Kooperationsszenarien für die Lehrer und führen diese in den folgenden Ländern ein: Deutschland (Ludwig-Maximilians Universität), Finnland (Universität Oulu, welche auch die Koordinatoren dieses Projektes sind), Niederlande (Universität Utrecht), Schweden (Universität Umeå), und Tschechien (Karls Universität, Prag). Seit Dezember 2008 arbeiten diese Universitäten zusammen, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen. 2AgePro soll an sechs Münchner Schulen durchgeführt werden.