
Hier erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Forschungsprojekte und Drittmittelprojekte. Detailliertere Informationen zu den Projekten stehen als Download (pdf) zur Verfügung. Für weiterführende Fragen sind zusätzlich bei den einzelnen Projekten Ansprechpartner bei uns am Lehrstuhl genannt.
Viele mit Innovation verbundene Arbeitsaufgaben erfordern Teamarbeit. Wie es diesen Teams gelingt, sich erfolgreich an komplexe und sich verändernde Umwelten anzupassen ohne an Effektivität in ihrer grundlegenden Funktionalität zu verlieren, ist die zentrale Fragestellung des Forschungsvorhabens. Die Ansatzpunkte dazu sind: 1) die Betrachtung der zyklischen Teamprozesse im Umgang mit sich verändernden Umwelten und 2) das Bewusstsein - seitens der an Innovationen beteiligten Personen - über die Zyklizität von Ereignissen und Verläufen, im Sinne von wiederkehrenden und daher voraussehbaren Abläufen. Ergebnis ist ein psychologisches Modell effektiven Zylenmanagements in Teams, das sich auf empirische Forschung stützt und in seiner Gesamtheit empirisch überprüft wird.
Dieses Forschungsprojekt wird im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 768 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Laufzeit: 01.01.2012 bis 31.12.2016
Teilprojektleitung: Prof. Dr. Felix Brodbeck
Teilprojektbearbeitung: Katharina Kugler, Dipl.-Psych.; Julia Reif, Dipl.-Psych.
Siehe auch: http://www.sfb768.tum.de/
Schon heute arbeitet die Mehrzahl der Menschen in modernen Wirtschaftsnationen am Computer, vernetzt über Intranet und Internet oder in virtuellen Arbeitsgruppen, oft auch über Ländergrenzen hinweg. Aber nicht nur Arbeits- und Organisationsverhalten, sondern auch Markt-, Konsum- und Wirtschaftsverhalten finden in zunehmendem Maße in virtuellen Umwelten statt. Zukunftsorientierte psychologische Forschung muss sich der Untersuchung des menschlichen Erlebens und Verhaltens in den zunehmend virtuellen Arbeits-, Organisations-, Markt- und Wirtschaftskontexten widmen. Dies erfordert die Entwicklung und Nutzung von neuen Paradigmen und Methoden, die mit den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Schritt halten können.
Mit dem Ausbau der dem Lehrstuhl Wirtschafts- und Organisationspsychologie zugewiesenen Multifunktionseinheit zu einem Virtual Lab wird exzellente verhaltens- und sozialwissenschaftliche Forschung in virtuellen Realitäten gefördert. Bereits bestehende Zentren an der LMU werden sinnvoll ergänzt. Studierende und Nachwuchswissenschaftler erhalten durch das Virtual Lab die Möglichkeit ihre Forschung in virtuellen Realitäten zu verwirklichen. Zusätzlich soll mit der im Virtual Lab durchgeführten Forschung die Weiterentwicklung bestehender Projekte, die Einwerbung neuer Drittmittelprojekte und der Aufbau eines Excellenzclusters für 2011 gefördert werden.
Dieses Forschungsprojekt wird im Rahmen des Investitionsprogramms von LMUexcellent durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Laufzeit: 01.10.2008 bis 30.09.2011
Kurzbeschreibung des Projekts (Download PDF, 230 KB)
Kontakt: Prof. Dr. Felix Brodbeck (Projektkoordinator)
Aufgrund aktueller demographischer Entwicklungen in Deutschland beschäftigen sich Unternehmen zunehmend mit der Frage der nachhaltigen Absicherung des Bedarfs an qualifizierten Arbeitskräften. Neben Bestrebungen in Richtung eigenständiger Nachwuchsförderung und der Gestaltung altersgerechter Arbeitsplätze wird immer häufiger das Schlagwort der Arbeitgeberattraktivität in den Raum gestellt. Das Ziel, als attraktiver Arbeitgeber bekannt und geschätzt zu werden, soll sowohl den Zulauf an neuen kompetenten Arbeitskräften sichern als auch den Verbleib erfolgsrelevanter Leistungsträger im Unternehmen gewährleisten.
Mit der Analyse des Einarbeitungsprozesses im Unternehmen, dem Umgang mit und der Entwicklung von themenspezifischen Erwartungen sowie den Reaktionen auf die Konfrontation mit einem neuen beruflichen Arbeitskontext, beschäftigt sich ein im Rahmen der Forschungskooperation INI.LMU mit der AUDI AG Ingolstadt gefördertes Dissertationsprojekt an unserem Lehrstuhl.
Ziel dieses Kooperationsprojektes ist eine Längsschnittuntersuchung der Unternehmenssozialisation neuer Mitarbeiter über die ersten beiden Jahre der Unternehmenszugehörigkeit in der AUDI AG. Hierbei sollen sowohl Kernkriterien der wahrgenommenen „internen“ Arbeitgeberattraktivität identifiziert, als auch ein optimierter Sozialisationsverlauf herausgearbeitet werden. Das Projekt bietet die eher selten gegebene Möglichkeit, wissenschaftliche Analysen in anwendungsnahen Kontexten durchzuführen.
Aus wissenschaftlicher Perspektive werden im Rahmen dieses dreijährigen Kooperationsprojektes bedeutsame Wirkungszusammenhänge einer erfolgreichen Sozialisation überprüft, z.B. begünstigende und hemmende Faktoren bezüglich der Gestaltung der Arbeitsaufgaben, der Beziehung zum direkten Vorgesetzten und Kollegen sowie bezüglich des Wissens um die eigene Rolle im Unternehmen und damit einher gehende Kompetenzen, diese Rolle auch umsetzen zu können. Weiterhin sollen Rückschlüsse darauf gezogen werden können, über welche Kontextfaktoren sich in besonderem Maße Bindungs- bzw. Leistungsaspekte verbessern lassen.
Laufzeit: 1.7. 2008 bis 30.06.2011
Kontakt: Prof. Dr. Felix Brodbeck und Anja Reuter
Das Projekt `Die Rolle der sozialen Unterstützung bei Auslandsentsendungen von Mitarbeitern in KMUs (kleinen und mittleren Unternehmen)´ legt den Fokus auf die Untersuchung von sozialer Unterstützung und privaten Netzwerken für Mitarbeiter bei Auslandsentsendungen großer und kleiner Unternehmen.
Es wurde ein qualitativer und ein quantitativer Zugang gewählt: Die leitfadengestützten Gespräche mit Angehörigen aus mittelständischen Unternehmen zeigten zum einen den besonderen Bedarf an Unterstützung im Rahmen einer Auslandsentsendung und zum andern die große Bedeutung eines gut funktionierenden und unterstützenden Netzwerkes, um die Risiken einer Entsendung zu minimieren.
Aus diesen Gesprächen wurde ein standardisiertes Befragungsinstrumentarium entwickelt, mit dem 143 Mitarbeiter aus großen und kleinen Unternehmen im Sinne eines Kohortendesigns in drei Phasen befragt wurden: Kurz vor der Entsendung, während des Aufenthaltes und nach der Rückkehr. Aus diesen Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen für die zukünftige Entsendung von Mitarbeitern und der Rolle, die hierbei private Netzwerke spielen können, abgeleitet. Ebenso wird ein Trainingsmodul zum Aufbau und zur Pflege von Netzwerken entwickelt.
Dieses Forschungsprojekt wird im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbundes Fortrans gefördert.
Laufzeit: 1.8. 2005 bis 31. 12.2008
Artikel zum Projekt:
Dietsche, C., Holtbrügge, D., Kühlmann, T., Puck, F. F., Rehner, J., Schauwecker, P., Scheuring, G., Spieß, E., & Stroppa, C. (2008). (Eds.), Transnational networks – an effective tool for risk reduction? Small and medium-sized companies on the global market place. Fortrans, Arbeitspapier 1, (p. 103-121). München: fortrans. (Download PDF, 290 KB)
Weitere Informationen zum Projekt:
Link zu Fortrans - Projektbeschreibung Soziale Unterstützung bei Auslandseinsätzen
Kontakt: Prof. Dr. Erika Spieß (Projektleitung) und Christina Stroppa (Projektmitarbeiterin)
Dieses Forschungsprojekt wird von Kronos / der Bundesagentur für Arbeit in Kooperation mit der Aston Business School (Birmingham, UK) gefördert.
Beginn: September 2006
Kontakt: Prof. Dr. Felix Brodbeck und Yves Guillaume